Mitschreiben

Für Autorinnen und Autoren

Ärztinnen, Forschende, Apotheker und Praktiker der Überlieferung schreiben bei Vitage unter eigenem Namen. Diese Regeln gelten für alle, damit Leserinnen und Leser uns vertrauen können.

Wer schreibt

Fünf Rollen, eine Haltung

Wer über Medizin schreibt, muss kein Arzt sein. Wer bei uns schreibt, muss aber richtig wiedergeben, belegen, einordnen und offenlegen.

  • Ärztinnen und Ärzte

    Fachbeiträge, Kolumnen und Interviews unter eigenem Namen. Titel korrekt nach FMH und SIWF, Interessenbindungen offen, keine Werbung für die eigene Praxis. Wer von der Mehrheitsmeinung der Fachwelt abweicht, nennt sie.
    Byline: «Dr. med. Name, Fachärztin für Innere Medizin FMH, Ort»

  • Forschende

    Eigene und fremde Studien erklären. Finanzierung und Grenzen der eigenen Arbeit offenlegen.
    Byline: «Prof. Name, Institut, Hochschule»

  • Apothekerinnen und Pharmazeuten

    Arzneimittelsicherheit, Wechselwirkungen und Zulassung. Keine Werbung für einzelne Präparate.
    Byline: «Name, eidg. dipl. Apothekerin»

  • Praktiker der Überlieferung

    TCM, Ayurveda, Europäische Naturheilkunde, Yoga und mehr, in ihrer eigenen Logik erklärt. Mit dem Zeichen «Überliefert», ohne Heilversprechen. Die Redaktion ergänzt den Stand der Forschung.
    Byline: «Name, Naturheilpraktikerin mit eidg. Diplom in TCM»

  • Gäste mit Erfahrung

    Unternehmerinnen, Sportler, Betroffene erzählen, was sie erlebt haben. Als Erfahrung gekennzeichnet, nicht als Empfehlung für alle.
    Byline: «Name, Funktion»

Rote Linien

Was bei Vitage nicht erscheint

Ein Beitrag, der eine dieser Linien verletzt, wird nicht veröffentlicht.

  1. Keine persönliche Diagnose oder Therapieempfehlung, auch nicht als Antwort auf Leserfragen.

  2. Keine Dosierungen, Bezugsquellen oder Anleitungen für nicht zugelassene Substanzen. Auch nicht in Zitaten.

  3. Nie von ärztlicher Behandlung abraten. Keine Methode als Ersatz für die Therapie einer schweren Krankheit.

  4. Keine Heilversprechen, weder für Medikamente noch für Lebensmittel, Kosmetik oder überlieferte Methoden.

  5. Keine Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel.

  6. Keine Werbung für die eigene Praxis, das eigene Produkt oder den eigenen Kurs.

  7. Keine Patientengeschichten ohne schriftliche Einwilligung.

Ton

Einordnen statt dramatisieren

Zurück zur Quelle

Wir lesen die Originalstudie, nicht die Meldung über die Meldung.

Absolute Zahlen zuerst

«50 Prozent mehr» kann heissen: 3 statt 2 von 1000. Wir nennen beides.

Ehrliche Verben

«Hängt zusammen mit», wenn nur beobachtet wurde. «Führt zu» nur, wenn ein Experiment es zeigt.

Ohne Superlative

Kein Durchbruch, kein Wundermittel, kein Jungbrunnen.

Ablauf

Vom Vorschlag zur Veröffentlichung

  1. Thema vorschlagen

    Ein paar Sätze zum Thema, zu Ihrer Rolle und zu Ihren Interessenbindungen genügen.

  2. Absprechen

    Die Redaktion klärt Format, Umfang, Termin und die wichtigsten Quellen.

  3. Schreiben

    Sie schreiben in Ihren Worten, mit Quellen zu jeder Aussage über eine Wirkung.

  4. Redigieren und prüfen

    Die Redaktion redigiert, prüft die Fakten und vergibt die Evidenzgrade und das Zeichen «Überliefert».

  5. Freigeben

    Sie lesen die bearbeitete Fassung und geben sie frei. Bei Widerspruch entscheidet die Redaktion oder Sie ziehen den Beitrag zurück.

Vorschlag

Thema vorschlagen

Oder direkt per E-Mail an [email protected].